
Aufnahme aus dem Praxiseinsatz
Praxisvideo
Ein Industriemanipulator mit maßgeschneidertem Klemm- und Wendegreifer nimmt scheiben- und flanschförmige Metallwerkstücke innerhalb der Maschine auf, führt sie heraus, wendet sie und setzt sie ab. Er verbindet die Maschinenbeschickung mit Lageänderungen zwischen Prozessschritten.
Anwendungsübersicht
Bei der Maschinenbeschickung mit scheiben- und flanschförmigen Metallwerkstücken müssen Greifposition, Maschinenöffnung sowie Aufnahme- und Ablagelage zusammen berücksichtigt werden. AUREK kombiniert einen Industriemanipulator mit einem maßgeschneiderten Klemm- und Wendegreifer. Der Manipulator trägt die Handhabungslast, während der Bediener das Werkstück aus der Maschine führt und seine Lage verändert. Greifen, Versetzen, Wenden und Absetzen bilden so einen fortlaufenden Ablauf.
Systemkonfiguration
| Handhabungsobjekt | Scheiben-, flansch- und gehäuseförmige Metallwerkstücke |
|---|---|
| Geräteausführung | Industriemanipulatoren |
| Greiferausführung | Maßgeschneiderter Klemm- und Wendegreifer |
| Hauptbewegungen | Ausrichten, Klemmen, Heben, Herausführen, Wenden und Absetzen |
| Bedienweise | Der Bediener führt Bewegung und Lageänderung des Werkstücks über den Bediengriff |
| Einsatzstationen | Maschinenbeschickung, Montageunterstützung und Lageänderungen zwischen Prozessschritten |
Ausstattungsmerkmale
- Greifen und Wenden sind im Endgreifer zusammengefasst. Das Werkstück ändert seine Lage bei durchgehendem Greifen, wodurch Umgreifen und erneutes manuelles Anheben reduziert werden.
- Der Manipulator trägt die Handhabungslast. Der Bediener führt das Werkstück über den Handgriff und muss es an der Maschinenöffnung seltener direkt halten.
- Die Greiferstruktur wird um Greifposition und Maschinenöffnung angeordnet, um die Aufnahme im Maschineninneren mit der Ablage außerhalb zu verbinden.
Bedienablauf
- Den Greifer durch die Maschinenöffnung führen und am Greifbezug des Werkstücks ausrichten. Klemmen und den Kontakt zwischen Werkstück und Greifer prüfen.
- Das Werkstück langsam von seiner bisherigen Auflage anheben und anschließend entlang des Aufnahmewegs aus der Maschine führen. Dabei Arbeitsfläche und umgebende Mechanismen umgehen.
- Das Werkstück in einen Bereich mit ausreichendem Wenderaum bringen. Die Klemmung beibehalten und das Werkstück über die Wendeeinrichtung in die für den nächsten Prozess benötigte Lage bringen.
- An der Zielvorrichtung ausrichten und langsam absetzen. Erst nachdem das Werkstück stabil von der Vorrichtung getragen wird, den Greifer öffnen, zurückziehen und zur Aufnahmeposition zurückkehren.
Auslegung und Ausstattung
- Je nach Werkstückgeometrie sind formangepasste Kontaktteile oder Schutzauflagen wählbar, die verfügbare Greifstellen und Oberflächenanforderungen berücksichtigen.
- Die Wendeeinrichtung kann nach Schwerpunkt und Ziellage ausgewählt und mit passendem Verstellweg und Positionierverfahren ausgestattet werden, um die Be- und Entladebewegungen zu verbinden.
- Für Werkstücke derselben Baureihe sind verstellbare Greifstrukturen oder Schnellwechselgreifer wählbar. Kontaktteile werden für den jeweiligen Größenbereich ausgelegt und erleichtern den Einsatzwechsel an der Station.
Häufige Fragen
Muss das Werkstück zum Wenden neu gegriffen werden?
Der Klemm- und Wendegreifer verbindet das Greifen mit der Lageänderung. Das Werkstück wird bei durchgehender Klemmung gewendet und der Greifer erst nach dem Absetzen auf der Zielvorrichtung geöffnet.
Wie werden die Aufnahme im Maschineninneren und das Wenden angeordnet?
Zunächst das Werkstück klemmen und anheben, durch die Maschinenöffnung herausführen und anschließend an einer Stelle mit ausreichendem Wenderaum die Lage ändern. Danach ausrichten und absetzen. Greifergeometrie und Bewegungsweg werden auf Maschinenöffnung und umgebende Strukturen abgestimmt.
