
Projektübersicht
Ein großer Verpackungskarton bietet wenig Raum für beidhändiges Greifen; beim manuellen Anheben, Drehen und Absetzen können Sicht und Arbeitshaltung eingeschränkt sein.
In der Praxisaufnahme verbindet ein mobiler Industriemanipulator mit kundenspezifischem Vakuumgreifer und Abstützung Ansaugen, Anheben, Schwenken, horizontales Verfahren und Absetzen. Im Mittelpunkt stehen die von einer Person geführte Handhabung großer Kartons und die mobile Bereitstellung.
Praxisaufnahme
Eine Bedienperson führt den Transport des Großteils
Die Bedienperson richtet den Vakuumgreifer zunächst am geeigneten Saugbereich des Kartons aus und führt nach Bestätigung des Vakuumzustands Anheben, Schwenken, horizontales Verfahren und Absetzen aus. Der Manipulator trägt die Last; die Bedienperson führt Weg und Position.
Schlüsselparameter/Lösungsdetails
| Werkstück | Große Verpackungskisten / großformatige Gehäuse; die genauen Spezifikationen sind anhand der projektspezifischen Unterlagen zu bestätigen. |
|---|---|
| Tatsächliches Werkstückgewicht | Maßgeblich sind die projektspezifischen Unterlagen oder die tatsächlichen Messwerte; die auf dem Typenschild angegebene Nenntraglast des Geräts ist nicht mit dem Gewicht des in diesem Beispiel gezeigten Gehäuses gleichzusetzen. |
| Gerätekonfiguration | Mobiler pneumatischer Industriemanipulator |
| Art des Lastaufnahmemittels | Kundenspezifischer Vakuumgreifer mit Abstützung; Saugpunkte, Kontaktgestaltung, Vakuumquelle und Überwachungskonzept werden anhand von Oberfläche, Festigkeit und Abmessungen des Kartons festgelegt |
| Erforderlicher Bewegungsablauf | Ausrichten, Vakuumzustand prüfen, anheben, schwenken, horizontal verfahren, absetzen und lösen |
| Geeignete Anwendungen | Handhabung großer Kartons innerhalb einer Station oder zwischen benachbarten Positionen |
| Aufnahme- und Absetzhöhe sowie Taktzeit | Wird gemeinsam anhand der Aufnahme- und Ablagepunkte vor Ort, des Verfahrwegs des Geräts und der angestrebten Produktionsleistung festgelegt. |
| Grundlage des Anwendungsfalls | Praxisaufnahme; keine hochgerechneten Gewichts- oder Effizienzdaten verwendet |
Anwendungsherausforderung
- Der große Karton und weit auseinanderliegende Greifstellen können beim manuellen Handhaben die Sicht behindern und ungünstige Körperhaltungen erzwingen.
- Oberflächenmaterial, Ebenheit, Luftdichtheit und lokale Festigkeit des Verpackungskartons beeinflussen die Stabilität der Vakuumhaftung und sind an einem realen Musterkarton zu validieren.
- Bei wechselnden Aufnahme- und Absetzpositionen kann der Arbeitsbereich ortsfester Geräte begrenzt sein.
- Kartongewicht und -schwerpunkt, wirksame Saugkraft, Arbeitsbereich des Manipulators sowie Stabilität des mobilen Fahrgestells sind gemeinsam zu prüfen.
AUREK-Lösungen
- Ein mobiler Industriemanipulator ermöglicht die Umsetzung nach Stationsbedarf; vor dem Betrieb sind Positionierung, Bremse oder Abstützung des Fahrgestells gemäß Auslegung zu prüfen.
- Einen Mehrpunkt-Vakuumgreifer mit Abstützung anhand von Kartonabmessungen, Schwerpunkt, Oberflächenzustand und geeigneten Saugflächen auslegen und Dichtheit sowie Verformung an einem realen Musterkarton validieren.
- Der Manipulator übernimmt den größten Teil der Last, während die Bedienperson über den Handgriff Anheben, Richtungsänderung und kontrolliertes Absetzen führt.
- Je nach Projektrisiko sind Vakuumüberwachung, ein Rückschlagventil zur Vakuumhaltung oder eine Absturzsicherung vorzusehen; die konkrete Ausführung richtet sich nach den projektspezifischen technischen Unterlagen und den Validierungsprotokollen.
Arbeitsablauf
- Das Gerät an der vorgesehenen Arbeitsposition abstellen und Positionierung, Bremse oder Abstützung des Fahrgestells prüfen.
- Den Vakuumgreifer an den Verpackungskarton heranführen und die Kontaktelemente am zuvor bestätigten, zum Ansaugen geeigneten Bereich ausrichten.
- Vakuum aufbauen und bestätigen, dass der Vakuumzustand die projektspezifischen Freigabekriterien erfüllt.
- Den Karton anheben und innerhalb des Arbeitsbereichs des Manipulators seitlich oder in eine andere Richtung führen.
- Den Karton an der Zielposition absetzen, den sicheren Stand prüfen und anschließend das Vakuum abbauen und den Greifer zurückführen.
Dieser Ablauf setzt nicht voraus, dass das Fahrgestell verfahren werden darf, während das Werkstück angesaugt ist; die Fähigkeit zum Verfahren unter Last ist separat zu bestätigen.
Nutzen der Lösung
- Direktes manuelles Tragen, Abstützen und wiederholtes Ausrichten des Kartons reduzieren.
- Verbindet Ansaugen, Anheben, Schwenken, horizontales Verfahren und Absetzen zu einem durchgängigen Ablauf und reduziert notwendiges Umgreifen.
- Mehrere Saugpunkte und eine Stützstruktur verteilen die Kontaktlasten und unterstützen so die Handhabung großformatiger Verpackungskartons.
- Durch die mobile Bauform lässt sich der Aufstellort an das Produktionslayout anpassen.
Häufig gestellte Fragen
Kann die Vakuumhandhabung den Verpackungskarton beschädigen?
Musterprüfungen müssen Oberflächenmaterial, Ebenheit, Luftdichtheit und strukturelle Festigkeit des Kartons sowie Saugposition und Kontaktart berücksichtigen. Vor der Validierung darf keine druckstellen- oder verformungsfreie Handhabung zugesichert werden.
Kann derselbe Vakuumgreifer Kartons unterschiedlicher Größe handhaben?
Ein verstellbarer Vakuumgreifer oder schnell wechselbare Kontaktelemente können anhand von Größenbereich, geeigneten Saugflächen und Schwerpunktänderung bewertet werden; die tatsächliche Kompatibilität erfordert Unterlagen zu jeder Kartonausführung.
Kann das mobile Fahrgestell mit angesaugtem Verpackungskarton verfahren werden?
Dies darf nicht vorausgesetzt werden. Verfahren unter Last hängt von Fahrgestell, Brems- oder Abstützkonzept, Bodenbedingungen, Werkstückschwerpunkt und Gesamtstabilität ab und erfordert eine gesonderte Prüfung.
Entspricht die im Video angegebene Nenntragfähigkeit dem tatsächlichen Kartongewicht?
Nein. Das Typenschild nennt die Nenntragfähigkeit des Geräts und belegt nicht das tatsächliche Kartongewicht in diesem Fall; maßgeblich sind Projektdaten oder Messwerte.
